Die Burg zu Irnsing: Neustadt an der Donau

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Die Burg zu Irnsing

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Die Burg zu Irnsing

Eine Burg wird erstmals 1458 als „Sitz“ erwähnt. Der Grund zur Errichtung einer Burg dürfte der Donauübergang gewesen sein, der sich bis ins späte Hochmittelalter  bei Irnsing befand. Über den Standort sind sich die Historiker uneins. Die einen favorisieren den Standort bei der Kirche, andere vermuten diesen beim späteren Schloss. 

So spärlich die Nachweise der Burg sind, gibt es aber etliche frühe Belege über den Ortsadel. Schon 1089 lesen wir von einem Bertold und Ekkihard von Irnsing. Im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts bezeugen Heinrich, Macili, Kunibert und Babo von Irnsing eine Münchsmünsterer Tradition. Um 1142/58 sind Wieman und Reginbod von Irnsing bei der Abfassung eines Dokuments dabei. Um 1155/56 hören wir von Otto von Irnsing, 1158 von Werner von Irnsing, ca. 1181 von Willihalm von Irnsing. Um 1263/67 gibt Abt Bruno von Weltenburg einem Heinrich zu Irnsing ein Klostergut daselbst zu Leibrecht. Welche Herren über diesen genannten Ortsadeligen standen, kann nicht gesagt werden.

Nach einer Quellenlücke von 90 Jahren kennen wir noch Ulrich den Wimmer von Irnsing, der wie die meisten Wimmer ein Dienstmann der Herren von Abensberg war.    

Spätestens 1375 sitzt ein aus Pförring stammendes Geschlecht auf der Burg, zuerst Hans der Pfergner, der 1391 mit der „ganzen Gmain eine Frühmeß zu Irnsing stiftet“. 1404 wird „Hans Pfergner von Irn­sing der Junge“ erwähnt, ab 1445 bis 1472 der  „edle und veste Wil­helm Pferringer zu Irnsing.

Nach dem edlen Wilhelm Mondorfer, der nur 1480 genannt wird, folgt die Familie der Prändl. Stammvater soll ein sich seit 1344 nach Irnsing benennender Otto Prändl sein, von welchem der Reihe nach Otto, Ulrich, Wilhelm sowie ein weiterer Wilhelm und Jakob ab­stammen. Jakob, der 1546 die Hofmark Hagenhill erhält, nennt sich seither Jakob von Irnsing zu Hagenhill. Auf Jakob folgt 1538 und 1539 erwähnte Georg Prändl, Pfleger zu Neustadt, danach dessen Sohn Wolf Georg Prändl.  Sohn Hans Georg, der 1592 Kunigunde Ster heiratet, kauft 1603 von den Brüdern seiner Frau den Sitz Hien­heim.

Nach dem Tod von Hans Georg Prändl im Jahre 1604 erben die Witwe und die Kinder Wolf Bernhard, Hans  Georg, Maria, Anna, Barbara und Kunigunde den Sitz. Ab 1630 gehört die­ser nach erfolgter Erbteilung mit seinen Schwestern Wolf Bernhard alleine. Ca. 1665 folgt Sohn Adam Franz, ein kurbayerischer Hofrat, welcher 1677 dann das heute noch bestehende Schloss errichtete.

Eduard Albrecht, Stadtheimatpfleger

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