Aktuelles: Neustadt an der Donau

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Gemeinsam gegen die Mücken

Autor: Monika Hummel
Artikel vom 11.06.2021

Sommer, Sonne, Mückenstich: Jahr für Jahr rückt im Frühsommer wieder das Thema Mücken in den Mittelpunkt. Nicht nur für jeden, der sich gern draußen aufhält, sondern auch für Städte und Gemeinden, die auf ihren Gebieten keine Mückenplage ausbrechen lassen wollen. Besonders betroffen sind Orte in der Nähe von Gewässern, die bei starkem Regen über die Ufer treten und dann dort feuchte Flächen zurücklassen – die ideale Brutstätte für die Überschwemmungsmücke. Auch die Gemeinden entlang der Donau starten deshalb nun wieder mit der Bekämpfung der lästigen Insekten. Damit das noch effektiver wird, haben sich die Stadt Neustadt an der Donau und die Gemeinde Pförring dieses Jahr zusammengetan.

Zwei Gemeinden, ein Ziel

„Besonders die Bewohnerinnen und Bewohner unserer Donau-nahen Stadtteile kennen es: Man will den Feierabend auf der Terrasse genießen, doch kaum setzt man sich hin, sind auch schon Mücken da“, erzählt Neustadts Erster Bürgermeister Thomas Memmel. Das gleiche Problem kennt Dieter Müller, Erster Bürgermeister der Nachbargemeinde Pförring, aus seinem Ort. Gerade entlang der Flüsse sind die Stechinsekten verbreitet, da Überschwemmungsmücken ihre Eier dort in feuchte Böden legen. Aber auch fliegen können die Mücken einige Kilometer weit und erreichen damit weiter entfernte Stadtteile und Orte. „Deshalb war es naheliegend, dass Pförring und Neustadt sich abstimmen“, so Dieter Müller. „Wenn wir uns bei der Mückenbekämpfung in unseren jeweiligen Gemeindegebieten absprechen und zusammenarbeiten, können wir deutlich bessere Ergebnisse erzielen.“

Richtiges Timing ist gefragt

Sobald es wärmer wird, werden die Stellen, die bei Überschwemmungsmücken beliebt sind, genau beobachtet. Dazu werden Wasserproben untersucht. Stellt sich dabei heraus, dass Larven zu sehen sind, machen sich die Bauhöfe der Gemeinden bereit, um das biologische Mittel Bti auszubringen. Dabei ist das Motto: Das passende Timing macht’s. Das Mittel wirkt nur, solange die Mücken im Larvenstadium sind: „Deshalb ist die Ausbringung von Bti nur während eines bestimmten Zeitraums auch wirklich effektiv,“ so die beiden Bürgermeister.

Zuerst kommt der Regen, dann die Larven

Dieser Zeitraum ist jetzt gekommen: Die Regenfälle der letzten Zeit hatten zu einem Anstieg der Wasserpegel geführt. Da diese nun wieder sinken und dadurch feuchte Flächen zurückbleiben, ist dort bald mit Mückenlarven zu rechnen. Sobald die Larven geschlüpft sind, kann das Mittel Bti etwa fünf Tage lang eingesetzt werden. Ab diesem Wochenende starten eine externe Firma sowie die Bauhöfe der Gemeinden mit der Verteilung von Bti.

Problembereich: Gebüsch

Am einfachsten und effizientesten ist es, das Mittel aus einer erhöhten Position auszubringen, da es sich dann auf einer größtmöglichen Fläche verteilt. Schwierig wird es deshalb dort, wo viele Sträucher und Bäume sind, die das Mittel davon abhalten, auf den Boden zu fallen – wo es landen muss, damit die Mückenlarven es aufnehmen können. Diese Bereiche sind gleichzeitig auch schwer zugänglich für die händische Ausbringung des Mittels. Besonders bei solchen Stellen wollen sich die beiden Bauhofleiter Ingo Hentschel, Bad Gögging, und Martin Kühner, Pförring, nun absprechen, um auch dort einen wirksamen Einsatz von Bti zu erreichen.

Zusammen für einen schönen Sommer

Durch die Zusammenarbeit von Neustadt und Pförring erhoffen sich die beiden Bürgermeister im wahrsten Sinne des Wortes spürbare Verbesserungen der Situation: „Zu 100 Prozent werden wir die Mücken nie wegbekommen – aber wir versuchen, dafür zu sorgen, dass es dieses Jahr in unseren Gemeindegebieten keine Mückenplage gibt und die Bürgerinnen und Bürger den Sommer draußen genießen können.“

 

Mückenarten

  • Besonders verbreitet sind die Überschwemmungs- und die Hausmücke.
  • Die Überschwemmungsmücke legt ihre Eier nach Starkregen oder Hochwasser in den feuchten Boden. Zur Bekämpfung der Überschwemmungsmücke kann das Mittel Bti großflächig ausgebracht werden.
  • Die Hausmücke legt ihre Eier in Gartenteiche, Vogeltränke und Gefäße, in denen sich Wasser sammelt. Zur Bekämpfung der Hausmücke können solche Gefäße abgedeckt oder regelmäßig geleert, Mückenfallen aufgestellt oder ebenfalls Bti genutzt werden.

 

Das Mittel Bti

  • Bacillus thuringiensis israelensis: Eiweißkristalle, das die Stechmücken als Larven aufnehmen und daran verenden
  • Einsatz ist nur während des Larvenstadiums sinnvoll
  • Kann und darf nur zweimal pro Jahr eingesetzt werden
  • Wird in verschiedenen Formen (Granulat, Pulver) und zum Beispiel mit Düngerstreuer oder Gebläsespritze mit Weitwurfsprühdüsen oder mit der Hand (Rückenspritze oder Granulat) ausgebracht
 
  

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