Aktuelles: Neustadt an der Donau

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Lange Nacht der Demokratie

Erstelldatum28.09.2026

2. Oktober 2026

Warum tut uns Demokratie so gut?
Lange Nacht der Demokratie am 2. Oktober 2026 in Neustadt an der Donau

Was bedeutet Demokratie für unseren Alltag – und warum tut sie uns als Gesellschaft gut? Antworten auf diese Fragen gibt die Lange Nacht der Demokratie am Freitag, 2. Oktober 2026, von 16 bis 19 Uhr im Bürgersaal in Neustadt an der Donau. Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene sind eingeladen, Demokratie einmal anders zu erleben: mit Musik, Kreativität, Bildung, Begegnung und kultureller Vielfalt. Der Eintritt ist frei.

Die Grundlage unserer Gesellschaft
Demokratie bedeutet mehr als Wahlen und politische Entscheidungen. Sie bedeutet, Menschenwürde und Freiheit zu achten, Verantwortung zu übernehmen, mitbestimmen zu dürfen, Vielfalt als Stärke zu erleben, respektvoll miteinander umzugehen, Konflikte friedlich zu lösen und Chancen für alle zu schaffen. Diese Werte entstehen nicht von selbst. Sie müssen erlebt, gelernt und gemeinsam gestaltet werden.

Genau hier setzt die Lange Nacht der Demokratie an. Der Bürgersaal wird am 2. Oktober zu einem Ort der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration. Zahlreiche Einrichtungen aus Neustadt und der Region gestalten gemeinsam ein Programm, das Demokratie für alle Generationen greifbar und erlebbar macht.

Demokratie zum Mitmachen
Ab 16 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm, das von den Kindergärten und Schulen und der Stadtbücherei gestaltet wird. Die Kindergärten beschäftigen sich mit Kinderrechten und Demokratie aus der Perspektive der Kinder; die Grundschule zeigt ihre „Friedenstreppe“ als Zeichen für ein friedliches und respektvolles Miteinander. Die Anton Balster Mittelschule hat sich intensiv mit den Komponistinnen Clara Schumann und Fanny Hensel beschäftigt. Entstanden sind unter anderem Autogrammkarten mit QR-Codes zu Hörbeispielen und Informationen, Comics über Fanny Hensel und ihren Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy sowie über Clara Schumann und ihre Rolle als Ehefrau und Musikerin. Eine weitere Präsentation stellt die Frage, was früher als „eine gute Frau“ galt und wie sich Vorstellungen von Frauenrollen bis heute verändert haben. An Kreativstationen können die Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden und unter anderem Demokratie-Buttons gestalten. Die Stadtbücherei lädt mit einem Bücherstand und einer Leseecke dazu ein, Demokratie auch lesend zu entdecken.

 „Unsichtbare Frauen“ – Musik, Gleichberechtigung und Demokratie
Ein besonderer Höhepunkt beginnt um 17 Uhr: das interaktive Konzert „Unsichtbare Frauen – Vergessene Komponistinnen im Rampenlicht“. 
Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven oder Antonio Vivaldi sind weltbekannt. Doch wer kennt Hildegard von Bingen, Maria Anna Mozart, Fanny Hensel, Clara Schumann oder Lili Boulanger? Das Konzert rückt Komponistinnen in den Mittelpunkt, deren musikalisches Schaffen lange Zeit weniger Aufmerksamkeit erhielt. Ihre Lebensgeschichten erzählen auch von gesellschaftlichen Rollenbildern, fehlenden Chancen und dem Ringen um Anerkennung und Gleichberechtigung.

Die musikalische Leitung übernimmt Maria Gruber, Musikerin und Politikwissenschaftlerin, durch das Konzert führt die Schauspielerin Melanie Rainer. Schülerinnen und Schüler der Neustädter Musikschule präsentieren Werke von Fanny Hensel und Clara Schumann, ein Streichquartett spielt Stücke von Lili Boulanger, Maria Anna Mozart und Hildegard von Bingen. 
Besonders eng mit dem Thema Demokratie verbunden sind die Beiträge der Anton Balster Mittelschule. Gezeigt werden zwei Porträtfilme über Fanny Hensel und Clara Schumann. Ein Rap, der Teil des umkomponierten Kitschkrieg-Stücks „Du bist gut genug“ ist, setzt sich mit Clara Schumanns Leben und dem Thema Gleichberechtigung auseinander. Schülerinnen und Schüler gestalten außerdem die Inszenierung mit und setzen mit Plakaten ein sichtbares Zeichen für Gleichberechtigung. Auch das Demokratie-Kinderlied „Ich habe eine Stimme“ von Pia Melzl wird präsentiert. 
So wird Musik zum Ausgangspunkt für Fragen, die uns alle betreffen: Wer bekommt eine Stimme? Wer wird gehört? Welche Chancen haben Menschen? Und wie können wir als Gesellschaft dafür sorgen, dass niemand übersehen wird?

„Lass uns streiten!“ – Demokratie braucht gute Streitkultur
Die Volkshochschule beteiligt sich am Vorabend (1. Oktober, 18 Uhr) mit dem Workshop „Lass uns streiten! Grundlage guter Streitkultur“. Dabei geht es um eine zentrale demokratische Fähigkeit: unterschiedliche Meinungen auszuhalten und miteinander im Gespräch zu bleiben. Wie kann man seine eigene Meinung klar und fair vertreten? Wie lassen sich andere Perspektiven verstehen und respektieren? Wie kann ein Konflikt zur Chance für Verständigung werden? Und warum ist Nachfragen oft hilfreicher als sofort zu widersprechen? 
Die Lange Nacht der Demokratie macht damit deutlich: Demokratie bedeutet nicht, dass alle einer Meinung sein müssen. Sie lebt davon, dass unterschiedliche Sichtweisen ihren Platz haben und Konflikte friedlich und respektvoll ausgetragen werden.
Infos und Anmeldung zum kostenfreien Workshop bei der vhs Neustadt.

Gemeinsam Demokratie gestalten
Die Lange Nacht der Demokratie ist ein Gemeinschaftsprojekt zahlreicher Einrichtungen. Beteiligt sind Kindergärten, Grundschule, Anton Balster Mittelschule, Musikschule, Stadtbücherei, Volkshochschule, Kreisjugendring sowie der Bezirksjugendring mit der Medienfachberatung Niederbayern. Damit wird Demokratie nicht nur erklärt, sondern gemeinsam gestaltet und erlebt. Kinder und Jugendliche erhalten ebenso eine Stimme wie Erwachsene. Bildung trifft auf Kreativität, Musik auf politische Bildung und Ausstellung auf persönliche Begegnung.

Teil einer bayernweiten Bewegung
Die Lange Nacht der Demokratie findet 2026 bereits zum fünften Mal bayernweit statt. Rund 65 Kommunen und Landkreise beteiligen sich in diesem Jahr. Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit laden lokale Bündnisse dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und Demokratie gemeinsam zu erleben und zu feiern.

Ihren Ursprung hat die Lange Nacht der Demokratie 2012 in Augsburg. Seit 2018 wird sie als Projekt des Wertebündnis Bayern bayernweit durchgeführt. Die Zahl der teilnehmenden Kommunen ist seitdem kontinuierlich gestiegen.

Einladung an alle Generationen

Die Lange Nacht der Demokratie in Neustadt an der Donau lädt dazu ein, Demokratie nicht nur zu erklären, sondern zu erleben, mitzugestalten und gemeinsam zu feiern.

Freitag, 2. Oktober 2026, 16 bis 19 Uhr
Bürgersaal Neustadt an der Donau
Eintritt frei

Ab 16 Uhr können Besucherinnen und Besucher Ausstellungen, Bücherstand, Leseecke und Kreativangebote entdecken. Um 17 Uhr beginnt das rund einstündige interaktive Konzert „Unsichtbare Frauen – Vergessene Komponistinnen im Rampenlicht“.

Ein besonderer Dank gilt den Förderern und Unterstützern der Veranstaltung: der Kreissparkasse Kelheim, dem Wertebündnis Bayern und der Bayerischen Sparkassenstiftung. Durch ihre Unterstützung wird es möglich, Demokratie auf vielfältige, kreative und generationenübergreifende Weise in Neustadt an der Donau erlebbar zu machen.

Denn Demokratie beginnt nicht erst im Parlament. Sie beginnt dort, wo Menschen einander zuhören, unterschiedliche Perspektiven respektieren, Verantwortung übernehmen und gemeinsam gestalten. Die Lange Nacht der Demokratie schafft dafür Raum – zum Staunen, Mitmachen, Nachdenken und Begegnen.

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