Aktuelles: Neustadt an der Donau

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Renaturierungsmaßnahmen an der Donau bei Irnsing

Erstelldatum28.08.2026

Mehr Naturnähe und Artenvielfalt für unsere Flüsse

Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamts Landshut

Ab September 2026 werden die Renaturierungsmaßnahmen an der Donau bei Irnsing im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Landshut wieder aufgenommen.

Im Rahmen des Donautalprojekts wurde im Herbst 2025 auf Höhe der Ortschaft Irnsing der Bau eines neuen Nebenarmes der Donau mit einer Länge von ca. 700 m begonnen. Dieser wird ab September 2026 bis voraussichtlich Ende Februar 2027 von der Firma Kerscher-Tiefbau fertiggestellt. 

Der neue Nebenarm soll die Struktur- und Habitatvielfalt der begradigten, versteinten und monoton fließenden Donau erhöhen. Das bei seiner Herstellung gewonnene kiesige Material wird auf einer Länge von rund 950 Metern in Form von Kiesbänken in die Donau eingebracht. Dadurch entstehen zusätzliche Flachwasserzonen. Zugleich wird das durch die Kraftwerke verursachte Geschiebedefizit verringert. Dies schafft neue Lebensräume für kieslaichende Fischarten. Die derzeit vorhandene massive Uferversteinung wird teilweise zurückgebaut. So sollen dynamische und eigendynamische Entwicklungsprozesse der Donau ermöglicht werden. Der bestehende Weichholzauwald wird durch Aufforstungen erweitert. Zudem wird der neu geschaffene Gewässerlauf durch die Pflanzung von Ufergehölzen beschattet.

Übergeordnetes Ziel der Maßnahmen ist es, die Auen- und Fließgewässerdynamik wiederzubeleben sowie naturnahe Ufer- und Gewässerstrukturen zu fördern. Gleichzeitig sollen die Fluss- und Auenlebensräume miteinander vernetzt und ökologisch aufgewertet werden. Die geplanten Umgestaltungen erhöhen insgesamt die Strukturvielfalt der Donau und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Von den Maßnahmen profitieren insbesondere bedrohte Fischarten. Darüber hinaus entstehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche weitere Artengruppen der Aue, darunter Kiesbrüter und Insekten. 

Die Sicherheit des bestehenden Hochwasserschutzes ist bei der Maßnahme nicht gefährdet und hat weiterhin höchste Priorität.

Das Wasserwirtschaftsamt Landshut weist darauf hin, dass es während der Bauarbeiten zu Einschränkungen bei der Nutzung der Wege im Umfeld der Maßnahme kommen kann. Absperrungen und Beschilderungen sind aus Sicherheitsgründen unbedingt zu beachten.

Weitere Informationen zu diesem und anderen interessanten Projekten finden Sie unter: https://www.wwa-la.bayern.de/projekte/index.htm

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