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Woher kommen Neustadts Straßennamen?
Wer durch Neustadt spaziert, erfährt jetzt auf einen Blick mehr über die Menschen, nach denen zahlreiche Straßen benannt sind. Unter allen Straßennamenschildern in Neustadt an der Donau und den Stadtteilen, die den Namen einer Person tragen, wurden nun zusätzliche Erläuterungsschilder angebracht, die in kurzen Texten die jeweilige Persönlichkeit und ihren Bezug zu Neustadt vorstellen.
Die Idee für die Ergänzung stammt aus der Bevölkerung und wurde zudem vom ehemaligen Stadtarchivar Anton Metzger angeregt. Erster Bürgermeister Thomas Memmel unterstützte das Vorhaben von Beginn an und setzte sich für die Umsetzung ein.
Die inhaltliche Ausarbeitung übernahm Anton Metzger. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Stadtarchivar sowie seines umfangreichen Wissens über die Geschichte Neustadts recherchierte er die Persönlichkeiten und stellte eine entsprechende Liste zusammen. Dank seiner Erfahrung wusste er genau, in welchen Quellen die notwendigen Informationen zu finden sind.
Die neuen Schilder vermitteln auf anschauliche Weise ein Stück Stadtgeschichte. So erinnert etwa die Rambaldistraße an Graf Ferdinand von Rambaldi (1707–1765) und seine Frau Maria, geborene Freifrau von Heydon (1726–1802), die von 1750 bis 1799 als Pfleger und Richter in Neustadt wirkten. Die Fröhlichstraße trägt den Namen von Nanette Fröhlich (1776–1846), die ihr Wohnhaus der Stadt für arme Menschen schenkte und weitere Grundstücke dem Armen- und Schulfonds vermachte. Der Dr.-Schnittmann-Ring in Mauern erinnert an Dr. Franz Xaver Schnittmann (1888–1976), Ehrenbürger, Priester, Geologen, Naturwissenschaftler, Studienprofessor und Chronisten.
Mit den neuen Erläuterungsschildern wird die Geschichte hinter den Straßennamen sichtbar - ein Blick auf die Zusatzschilder lohnt sich.



