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Tech meets Practice: Auftakt der TechCircleNights in Neustadt
Premiere für das neue Veranstaltungsformat zur Wirtschaftsförderung des Technologie Campus und der Stadt Neustadt an der Donau
„Philippe Aghion, Peter Howitt und Joel Mokyr – dass der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften Forschungen ehrt, die sich mit den Bedingungen eines nachhaltigen Wachstums beschäftigten, ist mit Blick auf die TechCircleNights zwar Zufall, aber nichtsdestotrotz mehr als passend“, schlug Neustadts Erster Bürgermeister Thomas Memmelgleich zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe des Technologie-Campus Neustadt in Zusammenarbeit mit der Stadt Neustadt den Bogen zum Motto des Abends. „Denn“, so Memmel, „insbesondere die Offenheit für neue Ideen sowie das Wissen um die wissenschaftlichen Zusammenhänge, die in den Arbeiten identifiziert wurden, sind sinnbildlich für die Möglichkeiten des Standortes Neustadt und das Potenzial, das in der gezielten Vernetzung von Wissenschaft und Praxis liegt.“
Von der Forschung in die Praxis
Vernetzung von Wissenschaft und Praxis – genau darum ging es beim ersten TechCircle, zu dem insgesamt 25 Vertreter lokaler Unternehmen gekommen waren. Welche Kooperationsmöglichkeiten bietet die OTH? Wie profitieren Unternehmen von einer Kooperation? Und wie könnte diese im Einzelnen genau aussehen? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab Dr. Ing. Andreas Kastenmeier, Geschäftsführer des Technologie-Campus Neustadt an der Donau, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur in einem Kurzvortrag, sondern auch beim späteren Get-together. „Unternehmen scheuen oftmals die bürokratischen Hürden von Förderanträgen oder die personellen Kapazitäten, die sie in eigene Forschungsprojekte investieren müssten. In beiden Fällen können wir beispielsweise unterstützen.“
Anforderungen im Leichtbau erfüllen
Dem folgend ermunterte die Vizepräsidentin für Berufungen und Student Lifecycle Management Prof. Dr. Carina Braun die Anwesenden: „Trauen sie sich, mit uns innovativ zusammenzuarbeiten: Der Technologie-Campus ermöglicht eine praxisnahe kooperative Forschung und unsere Ergebnisse können direkt angewandt werden. Unternehmen, die mit uns zusammenarbeiten, erhalten nicht nur Zugang zu unseren modernen Laboren, sondern auch zum Know-how unserer Ingenieure. Wir haben es schon oft erlebt: Manchmal sind Produkte zwar ideal, aber zu schwer. Genau hier setzt unser Leichtbau in Neustadt an der Donau an und ermöglicht neue Funktionalitäten, macht Produkte ergonomischer oder ansprechender im Design. Hier gelingt es, durch den Austausch zu wissenschaftlichen Methoden die Anforderungen der Industrie zu erfüllen.“
Wirtschaftsförderung für den Standort Neustadt
Der Technologie-Campus sei aber nicht nur ein Ort der Forschung, sondern wichtig für die Gewinnung von Nachwuchskräften und ermögliche Vernetzung, so Braun. Zum einen würden Wissen und Impulse nach Neustadt an der Donau gebracht und andererseits von hier in die Welt getragen. Die Arbeit des Technologie-Campus wirke gleichzeitig tief in die Praxis hinein und sichere so nicht nur Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Sie trage auch zur Entwicklung der Region bei. Dies bestätigte bei der nachfolgenden Podiumsdiskussion Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich, wissenschaftlicher Leiter des Technologie-Campus und Professor für Leichtbau und Faserverbundtechnik mit Schwerpunkt Konstruktion und Berechnung, Technische Mechanik: „Wir generieren Wissen, mit dem die Unternehmen wachsen können. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Forschung nicht hinter verschlossenen Türen stattfindet, sondern dass wir immer im Austausch mit den Unternehmen bleiben – wie beispielsweise an Abenden wie heute“. Dem pflichtete Erster Bürgermeister Thomas Memmel bei: „Mit dem Format TechCircleNight unterstützen wir klassische Wirtschaftsförderung, stellen unseren Standort attraktiv auf und wollen so langfristig neue Unternehmen ansiedeln.“
„Wir haben von der Zusammenarbeit profitiert“
Ob Matthias Schwarz, Geschäftsführer der Rottal Hanf GmbH, seinen Firmensitz an die Donau verlegen wird, ließ dieser im Rahmen der Podiumsdiskussion zwar offen, er berichtet aber, wie positiv er die Zusammenarbeit mit dem Technologie-Campus Neustadt in der Vergangenheit erlebt habe. „Als junges Unternehmen, das noch nicht so viel Kapazitäten zum Forschen hat, haben wir sehr von der Zusammenarbeit mit dem Technologie-Campus profitiert. Das gilt im Übrigen ebenso beim Stellen von Förderanträgen, bei denen uns Dr. Ing. Andreas Kastenmeier, Geschäftsführer des Technologie-Campus Neustadt an der Donau sehr unterstützt hat“, so Schwarz. Letzteres bestätigte auch Martin Hess, Geschäftsführer der INTERTEC-Hess GmbH, in der Podiumsdiskussion: „Wir arbeiten schon länger effizient und produktiv zusammen. Durch den Campus haben wir außerdem Zugang zu anderen Hochschulen und deren Know-how, von dem wir sonst möglicherweise gar nichts wüssten.“ „Man geht mit den Symptomen hin, nicht mit der Diagnose“, lautete das Endplädoyer von Martin Hess, das bei den Podiumsteilnehmenden auf große Zustimmung stieß – ein Satz, der sinnbildlich für die enge, lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und der OTH steht, die an diesem Abend mehrfach betont wurde.
Jeder kann sich informieren
Passend zu dieser Aussage verwies Annalena Böck, Forschungsreferentin am Technologie-Campus abschließend noch einmal auf die Möglichkeiten des Open Regional Campus: „Hierbei handelt es sich um eine Plattform für Unternehmen, bei der sich jeder unter Campus:Netz über die Kooperationsmöglichkeiten mit der OTH Regensburg informieren kann.“ Der Open Regional Campus bietet für Unternehmen ein Tor zur OTH, bei dem Anfragen von Unternehmen gerne willkommen sind.
Die Veranstaltungsreihe wird im Januar 2026 fortgesetzt. Gastgeber wird dann die Firma Atlas Copco sein. Welches Thema dann schwerpunktmäßig behandelt wird, darüber durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch am Abend abstimmen. Im Rahmen der nächsten Veranstaltung werden spannende Beiträge aus unterschiedlichen Fachrichtungen präsentiert. Herr Prof. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Stefan Galka wird technische Themen aus den Bereichen Robotik, Automatisierung und digitaler Werkzeuge vorstellen. Ergänzend dazu beleuchtet Herr Prof., Dr.phil., M.A. Politik- u. Wirtschaftsw. Markus Bresinsky gesellschaftliche Fragestellungen im Themenfeld angewandter Politikanalysen. Die Veranstalter freuen sich auf diese vielfältigen Impulse und die Fortsetzung der erfolgreichen Formatreihe.
Das ist die TechCircleNight Die Veranstaltungsreihe TechCircleNight findet dreimal jährlich statt und richtet sich an Unternehmen des Wirtschaftsstandortes Neustadt an der Donau, für die Forschungskooperationen mit der OTH in Frage kommen. Dabei erfolgt nicht nur eine zielgerichtete Vernetzung der Unternehmen und ihren wissenschaftlichen Fragestellungen zu verschiedenen Fachbereichen und Einrichtungen der OTH Regensburg. Auch der Austausch untereinander ist ein wesentlicher Baustein. Dabei wechselt jedes Mal der Gastgeber, der in Zusammenarbeit mit der Stadt Neustadt an der Donau den Abend organsiert. Zum Auftakt öffnete der Technologie-Campus Neustadt an der Donau seine Türen. |




